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Im November 2006 hat der EU-Ministerrat entschieden, die Stadt Essen “ stellvertretend” für das Ruhrgebiet - als Kulturhauptstadt Europas 2010 zu benennen.
Die Ruhr Metropole, Europas neue Metropole 2010, gehört zu den dynamischsten industriellen Ballungsräume Europas. Die Entscheidung des EU-Ministerrates stellt für die Region, die 53 Städte und 4 Kreise umfasst, eine große Chance dar, entsprechend dem Motto ”Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel” den Strukturwandel in der Region durch innovative Ideen, Engagement und Kreativität nachhaltig voranzubringen. Noch nie waren in der Geschichte der Kulturhauptstadt Europas so aktuelle Themen wie Strukturwandel, Demographie, gesellschaftliche Integrationsarbeit sowie Stadt- und Landschaft in ihrer regionalen Dimension für den Zuschlag von so zentraler Bedeutung wie bei dieser Entscheidung.
Am 22.01.2007 fand die konstituierende Aufsichtsratssitzung der neu gegründeten Ruhr 2010 GmbH statt, an der das Land Nordhrein-Westfalen neben dem Regionalverband Ruhr, der Stadt Essen und dem Initiativkreis Ruhrgebiet als Gesellschafter beteiligt ist. In die Geschäftsführung wurden Herr Dr. Fritz Pleitgen und Herr Prof. Dr. Scheytt berufen, denen bei der Gestaltung des künftigen Kulturhauptstadtprogramms als künstlerische Direktoren Prof. Karl-Heinz Petzinka, Steven Sloane, Asli Sevindim und Prof. Dieter Gorny zur Seite stehen werden.
Das Land Nordrhein-Westfalen wird die Kulturhauptstadt Europas 2010 tatkräftig unterstützen. Neben der finanziellen Förderung der Ruhr 2010 GmbH in Höhe von 12 Mio. € gibt es vielfältige Landesinitiativen zum Wandel der Metropolregion Ruhr. Das von der Bundeskulturstiftung und vom Land NRW geförderten Vorhaben “Jedem Kind ein Instrument” soll es jedem Grundschulkind in der Region Ruhrgebiet bis zum Jahr 2010 ermöglichen, ein Musikinstrument seiner Wahl zu erlernen. Dieses Projekt rückt die Vision, die Europäische Kulturhauptstadt 2010 zu einer Modellregion der kulturellen Bildung zu entwickeln, in greifbare Nähe
Die Landesregierung hat am 06.03.2007 die “Initiative Zukunft Ruhr” ins Leben gerufen. Damit wird erstmals in der Landesgeschichte quer über alle Ressorts eine Strategie vorgelegt, die auf Kreativität, Ideenreichtum und den Willen zum Wandel bei Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen der Region Ruhrgebiet setzt. Die Initiative Zukunft Ruhr ist eine Einladung an die Region, ihren eigenen Weg in die Zukunft zu suchen. Die Benennung Essens und des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas 2010 ist auf diesem Weg ein wichtiger Impuls.
Quelle: Kultur NRW
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