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Altersdemenz rechtzeitig erkennen
“Singles deutlich mehr gefährdet”
Der stetige Anstieg von Altersdemenz bei gleichzeitiger Zunahme von Ein-Personen-Haushalten wird immer mehr zu einem gesellschaftlichen Problem in Deutschland. Darauf haben der Mediziner Wilhelm Stuhlmann und die frühere Behinderten-Beauftragte Regina Schmidt-Zadel vom NRW- Landschaftsverband der Alzheimer-Gesellschaften gestern anlässlich einer Fachtagung in Düsseldorf hingewiesen. “Das Risiko, die Krankheit nicht rechtzeitig zu erkennen, ist bei Singles doppelt so hoch wie bei Menschen mit Familienanschluss”, betonte Stuhlmann. Erforderlich sei deshalb in Zukunft ein dichtes Netzwerk von Beratungsstellen und Ehrenamtlichen sowie eine größere Sensibilität in der Gesellschaft. “Eine demenzfreundliche Gesellschaft ist möglich”, machte sich Schmidt-Zadel den Appell eines Tagungsteilnehmers zu eigen. Auch müsse die Gesellschaft sensibler werden - die Verkäuferin an der Wursttheke, der Bankangestellte am Kassenschalter - wenn offensichtlich demenzkranke Kundinnen und Kunden mehrfach am Tag auftauchten. Schmidt-Zadel wies in diesem Zusammenhang auf das neu eingerichtete Alzheimer-Telefon ( 01803/883355, dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr ) mit entsprechenden Beratungs- und Vermittlungsangeboten hin.
In Deutschland leben 1,2 Millionen Demenzkranke, in Nordrhein-Westfalen rund 300 000. Betroffen ist in der Altersgruppe der über 90-jährigen jeder Dritte.
Quelle: Halterner Zeitung
Link: www.alzheimer-nrw.de
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